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Kerstin Wilhelm

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Sonnenuntergang vom Greifenstein

Ruine Greifenstein

Auf der Ostseite, hoch über dem tief eingeschnittenen Holzelfinger Tal auf mächtigem Felsen, lag einst die Burg Greifenstein. Hauptbestandteil der Burg war der Bergfried; ein starker Turm, der sich unmittelbar hinter dem Burggraben erhob. Dort drängte sich alles zusammen, Wohnung, Befestigung, Speicher und Gefängnis.

Die Greifensteiner, ein edelfreies Geschlecht, beherrschten mit ihren Festen Greifenstein, Burgstein und Hochbideck die umliegenden Täler. In ihrem Wappen führten sie einen Greif, der auf drei Bergen fußt. Nur zu oft bestiegen die Rittersleute im Übermut das Ross, um den verhassten Reichstädtern in Reutlingen einen Schabernack zu spielen. Im Jahre 1311 waren die Reutlinger mit ihrer Geduld am Ende und zerstörten neben Hochbideck und Burgstein auch die Burg Greifenstein. Das Rittergeschlecht war damals bereits so verarmt, dass es die zerstörte Burg nicht wieder aufbauen konnte. Heute ist nur noch die Ruine mit Ringmauer zu sehen.

Ruine Greifenstein
Ruine Greifenstein

Literatur:
Beschreibung des Oberamts Reutlingen 1893
Reutlinger Heimatbuch,
Verlag Knödler Reutlingen